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Impfung gegen Gürtelrose ist Kassenleistung?

Es ist offiziell: Die Krankenkassen übernehmen die Kosten für die Impfung gegen Herpes Zoster (Gürtelrose)

Aber: Aufgrund der großen Nachfrage aller Arztpraxen ist aktuell kein Impfstoff mehr lieferbar. Auch unser Bestand ist aufgebraucht. Für alle Patienten, die eine erste Impfung bekommen haben ist selbstverständlich die 2. Impfung nach 2 Monaten gesichert.

Sobald der Impfstoff wieder verfügbar ist werden wir sie informieren.

Die Impfempfehlung der STIKO für alle Personen ab 60 Jahren berücksichtigt das mit dem Alter zunehmende Risiko für schwere Krankheitsverläufe des Herpes Zoster und das Auftreten einer postherpetischen Neuralgie. Personen, die aufgrund einer Grunderkrankung eine erhöhte gesundheitliche Gefährdung haben, sollten sich der Empfehlung entsprechend bereits ab einem Alter von 50 Jahren impfen lassen. Zu diesen Grunderkrankungen gehören beispielsweise:

  • angeborene bzw. erworbene Immundefizienz bzw. Immunsuppression
  • HIV-Infektion
  • rheumatoide Arthritis
  • systemischer Lupus erythematodes
  • chronisch entzündliche Darmerkrankungen
  • chronisch obstruktive Lungenerkrankung oder Asthma bronchiale
  • chronische Niereninsuffizienz
  • Diabetes mellitus

Nach Untersuchungen des Robert Koch-Instituts (RKI) erkranken in Deutschland jährlich deutlich mehr als 300.000 Personen an Herpes zoster. Etwa fünf Prozent von ihnen entwickeln als Komplikation die postherpetische Neuralgie – das sind Nervenschmerzen, die Wochen bis Monate nach Abheilen des Hautausschlages bestehen bleiben können.

Shingrix ist zur Vorbeugung von Herpes zoster und postzosterischer Neuralgie bei Erwachsenen ab dem 50. Geburtstag zugelassen. Zur Grundimmunisierung sind zwei Impfdosen zu je 0,5 ml nötig. Die zweite Impfung erfolgt im Abstand von zwei Monaten auf die erste Dosis. Wenn nötig, kann die zweite Gabe auch mit einem Abstand von zwei bis sechs Monaten erfolgen.

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